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Neue Normalität: Sieben Tipps für die Rückkehr in den Alltag

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In langsamen Schritten geht es wieder zurück in so etwas wie “Normalität”. Während sich bei den einen schon der Alltag eingependelt hat, hadern die anderen noch damit. Sieben Tipps erleichtern Ihnen den Einstieg in eine Welt, die durch Corona eine andere geworden ist.

An einigen Ecken der Stadt fühlt es sich beinahe so an, als sei die Pandemie überstanden. Die Menschen sind draußen, sitzen ausgelassen beieinander und die 1,5 Meter Abstand, die wir noch vor einigen Wochen am liebsten mit dem Zollstock nachgemessen hätten, scheinen immer mehr zur Interpretationssache zu werden.

Das Infektionsrisiko ist aufgrund von geringeren Fallzahlen zwar gesunken, jedoch noch lange nicht verschwunden. Bei mir persönlich wecken Menschengruppen noch immer Unbehagen. Auf der einen Seite ist die Sehnsucht nach einem unbeschwerten Sommer größer denn je. Ich habe Lust, endlich wieder Menschen zu treffen und unbeschwert durch die Straßen zu ziehen.

Auf der anderen Seite mache ich mir Sorgen, dass wir auf einer kollektiven Welle der Euphorie reiten, die am Ende schneller brechen könnte als uns lieb ist.

Wie finden wir wieder zurück zur Normalität?

Wie sollen wir also in einen Alltag, eine “neue Normalität” finden, wenn wir uns permanent fragen, was wir jetzt eigentlich schon wieder dürfen und was nicht? Und diese Frage am Ende auch alle nach bestem Wissen und Gewissen ein Stück weit selbst beantworten müssen? Es geht schließlich nicht nur um uns. Diese Gedanken rauben ganz schön viel Energie und machen es damit schwer, aus unserer Krisen-Isolation zurück in einen angemessenen Post-Corona-Alltag zu finden. Diese Tipps können helfen:

Hier hilft es häufig zu wissen: Du bist nicht allein. Auch falls es sich so anfühlen sollte, den “neuen Alltag” bekommen nicht alle anderen besser hin als du. Wir können nicht einfach so von Alltag auf Krise und wieder zurück schalten. Wir sind alle nur Menschen und das ist okay so!

#strongertogether – Gemeinsam sind wir stark

Du bist nicht die einzige Person, die das Gefühl hat, die letzten drei Monate wären in einem schwarzen Loch verschwunden und neu erworbene Hobbys wie Yoga oder Bananenbrot backen trotz aller guten Vorsätze wieder aufgeben wird. Du bist nicht die einzige Person, die an einem Samstagabend gerade nicht so recht weiß wohin mit sich.

Denn vieles, was man gerne unternehmen würde, ist schlichtweg noch nicht wieder möglich oder fühlt sich noch nicht wieder richtig an. Tausche dich mit Freund*innen und Kolleg*innen aus und du wirst feststellen, dass sie ähnliche Ängste, Zweifel und Hürden zu überwinden haben wie du #strongertogether.

Kleine Routinen geben uns wieder mehr Struktur

Vielleicht hast du dir im Lockdown neue Gewohnheiten angeeignet, vielleicht einfach nur von einem Tag zum nächsten gelebt. Beides ist in Ordnung. Auf dem Weg zurück in den Alltag kann es aber helfen, wenn du dir eine kleine Routine schaffst, die zum Beispiel deinen Start in den Tag oder dessen Ausklang vor dem Schlafengehen begleitet. Dabei ist am wichtigsten, dass es dir Freude bereitet und du die Zeit bewusst für dich nutzt. Wie wäre es zum Beispiel mit zehn Minuten lesen vor dem Schlafengehen oder drei Sonnengrüßen und einer Minute Mini-Meditation am Morgen?

Die letzten Monate haben uns allen zugesetzt. Manche kommen damit besser klar als andere, so oder so bedeutet die Situation Stress für uns und unsere Körper. Gib auf dich acht, schlafe genug, sag Nein, wenn dir etwas zu viel wird und tue Dinge, die dir guttun.

Machen wir es wie Marie Kondo: Weg mit dem Ballast

Die letzten Monate war die digitale Kommunikation unser Haupt-Kanal nach außen. Aber vielleicht stressen uns die Accounts, denen wir wegen des tollen Workouts oder der leckeren Rezepte gefolgt sind auch auf dem Weg zurück in den Alltag. Genauso leicht, wie den “Folgen”-Button zu drücken, sollte es daher auch sein, Accounts wieder zu “entfolgen”.

Die Marie Kondo-Methode, die eigentlich für das Ausmisten von Kleiderschrank und Co. gedacht ist, kann auch hier helfen: Wenn dich die Beiträge einer Seite nicht bereichern, sondern im schlimmsten Fall sogar Stress oder Ärger hervorrufen, dann weg damit aus deinem Feed. Du wirst sie nicht vermissen, versprochen!

Heute hat mal so überhaupt nichts geklappt und du fühlst dich total mies? Versuche, damit vor dem Einschlafen abzuschließen und positiv auf den nächsten Tag zu blicken. Das ist nicht immer ganz einfach, aber ein guter Anhaltspunkt kann es sein, wenn du dich fragst: “Ist das, worüber ich mich ärgere, in einem Jahr noch wichtig?”. Wenn du diese Frage mit “Nein” beantworten kannst, dann ist es in den allermeisten Fällen auch nicht nötig oder zielführend, sich die ganze Nacht den Kopf darüber zu zerbrechen. 

Es ist wichtig, sich auch mal selbst zu belohnen

Es gibt einige Aufgaben, die fallen uns im Moment besonders schwer. Vielleicht haben wir einen unangenehmen Termin über die Corona-Zeit vor uns hergeschoben oder können uns einfach nicht aufraffen, die Wohnung zu putzen. Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor. Ein tägliches To-Do, welches dich Überwindung kostet, reicht fürs erste. Und im Ausgleich dazu kannst du dir dann noch etwas Schönes vornehmen. Eis essen gehen, eine Freundin im Park treffen, etwas leckeres Kochen, …

Und irgendwann kommt der Tatendrang, auch wieder mehr von der nervigen To-Do Liste abzuarbeiten, ganz von allein! Denn wenn das erst mal erledigt ist, gibt es uns ja auch ein gutes Gefühl.

Wir müssen nicht immer Höchstleistungen erbringen

Nimm dir die Zeit, die du brauchst und verurteile dich nicht dafür, wenn du keinen dieser Tipps befolgst. Genauso wenig dafür, wenn du es versuchst, aber es nicht so recht gelingen will. Akzeptanz ist ein wichtiger Bestandteil von Resilienz. Bis zwei Uhr morgens YouTube Videos geschaut? Die letzten drei Tage nur Junkfood gegessen? Das Wohnzimmer nicht aufgeräumt? So what. Davon geht die Welt nicht unter.

Wir müssen nicht immer perfekt sein, besonders nicht jetzt. Die Zeiten werden wieder einfacher und bis dahin ist es auch okay, einfach nur zu existieren. Wie Josephine Teske so passend in unserer EMOTION Online-Konferenz “Yes, you can!” sagte: “Unser Wert hängt von nichts ab, was wir auf dieser Welt leisten, sondern alleine davon, dass wir existieren. Und das ist ja schon hart genug!”

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