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Gold-Anlegern droht Steuer-Schock

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Pläne für ETFs und ETCs: Gold-Anlegern droht Steuer-Schock – doch wer jetzt handelt, hat noch Chancen

Gold ist gefragt wie nie. Anleger wollen mit dem Edelmetall ihr Vermögen schützen. Denn es droht aufgrund der Geldflut von Notenbanken und Staaten eine steigende Inflation. Doch offenbar will der Staat jetzt mitverdienen.

Die Kursgewinne, die sich mit physisch unterlegten Gold-Exchange-Traded-Funds (ETFs) beziehungsweise Gold-Exchange-Traded-Commodities (ETCs) erzielen lassen, sollen fortan besteuert werden. Betroffen sind Anlageprodukte wie Xetra Gold  und Euwax Gold II . Sie werden als Wertpapiere eingestuft (bei ihnen handelt es sich genau gesagt um Schuldverschreibungen). 

Gold-ETC könnte bald der Abgeltungssteuer unterliegen

Seit dem Urteil des Bundesfinanzhofs (Az. VIII R 4/15) gilt, dass die positive Differenz zwischen Verkauf- und Kaufkurs dieser Wertpapiere nach Ende der Spekulationsfrist von einem Jahr steuerfrei vereinnahmt werden darf, so wie das auch bei Goldbarren und Anlagemünzen der Fall ist.

Das BMF plant nun aber, dass Wertpapiere, die einen Anspruch auf physisches Gold verbriefen, auch nach Ende der Spekulationsfrist der Abgeltungssteuer unterliegen sollen: Künftig würden „auch Kapitalanlagen erfasst, die auf die Lieferung von Gold oder anderen Edelmetallen gerichtet sind und wirtschaftlich mit Zertifikaten vergleichbar sind“, so das BMF; auf Kursgewinne aus Goldzertifikaten und Gold-ETFs, die nicht mit physischen Barren gedeckt sind, führen die Banken schon heute eine Steuer an den Staat ab.

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Lassen Sie sich physisches Gold ausliefern

Kommt die Steueränderung, unterliegen die Kursgewinne der Gold-ETCs ab dem nächsten Jahr der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent, dem Solidaritätszuschlag sowie der Kirchensteuer. Das kann auf eine Gesamtbelastung von etwa 27 Prozent hinauslaufen.

Was ist Anlegern, die Gold-ETCs halten, zu raten, wenn die Steueränderung tatsächlich kommt? Wer Xetra Gold und Co bereits länger als 12 Monate hält (und damit nicht mehr der Spekulationsfrist unterliegt), der sollte darüber nachdenken, sich das physische Gold ausliefern zu lassen oder seine Anteile noch in diesem Jahr zu verkaufen (und mit dem Gegenwert physische Münzen und Barren kaufen). Wer Gold-ETCs vor weniger als 12 Monaten erworben hat, der sollte sich die Anteilsscheine in physische Ware ausliefern lassen.

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Wird der Staat bald auch die nominale Wertsteigerung des physischen Goldes besteuern?

Diese Transaktion ist nicht steuerpflichtig. Es ist sehr unerfreulich für vorsorgende Anleger, dass der Staat drauf und dran ist, die Sparmöglichkeiten der Bürger weiter einzuschränken – in diesem Fall beim Gold. Zwar kann der Anleger von Gold-ETFs und –ETCs auf physisches Gold ausweichen. Doch ganz beruhigend ist das alles natürlich nicht. Denn ein Staat, der systematisch gegen die Eigenvorsorge operiert, kann ja irgendwann auch auf die Idee kommen, die nominale Wertsteigerung des physischen Goldes zu besteuern.

Das verhindert zwar nicht, dass Edelmetalle weiter als Schutz vor Geldentwertung und Zahlungsausfällen dienen können, es schmälert aber die Versicherungsfunktion der Edelmetalle.

Der Staat (wie wir ihn heute kennen) bereichert sich nicht nur daran, dass er das Geld, das er durch seine Zentralbank ausgibt, entwertet. Er will auch am erfolgreichen Bestreben seiner Bürger, dieser Entwertung zu entgehen, die Hand aufhalten.

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