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Covid-19: Todesfälle wieder zweistellig: Die Trends müssen Sie kennen

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    Zahlen, Daten, Fakten: In den Monaten der Krise hat sich die Corona-Pandemie auch zum Informationsdschungel entwickelt. FOCUS Online will Ihnen Orientierung geben. Deshalb zeigen wir Ihnen jeden Morgen die wichtigsten, aktuellen Trends zu Covid-19.

    Corona-Zahlen für Deutschland

    • Neuinfektionen: 1698 (Gesamt 229.239)
    • Anstieg Todesfälle: 14 (Gesamt 9227)

    Hessen ist neuer deutscher Corona-Treiber

    Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg: Seit Beginn der Krise haben die bevölkerungsreichsten deutschen Bundesländer auch mit Abstand die meisten Corona-Fälle. Auch auf 100.000 Einwohner gerechnet lagen diese drei Bundesländer bislang vorne. Doch wenn man sich die vergangenen sieben Tage als Maßstab nimmt – dann taucht ein neuer Treiber auf der Landkarte auf: Hessen.

    Laut neuestem Lagebericht des Robert-Koch-Instituts hat Hessen den Nachbarn Nordrhein-Westfalen im Ranking der 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) nun überholt.

    • Hessen 14,8
    • NRW 13,9
    • Bayern 12,2
    • Berlin 10,7
    • Rheinland-Pfalz 10,5
    • Mecklenburg-Vorpommern 1,7
    • Sachsen 1,6

    Die meisten Todesfälle gab es bislang übrigens pro 100.000 Einwohner in Bayern (20,1), gefolgt vom Saarland (17,6), Baden-Württemberg (16,8) und Hamburg (14,3).

    Todesfälle seit langem mal wieder zweistellig in Deutschland

    Mehr als 250 Tote pro Tag. Dies hatte Deutschland Anfang April – auf dem Höhepunkt der Corona-Krise – zu erleiden. Über den April und den Mai ging die Zahl der täglichen Todesfälle allmählich zurück. Seit Wochen liegen die Zahlen im einstelligen Bereich, häufig auch zwischen 1 und 5. Doch nun steigt die Zahl erstmals wieder sichtbar an. In der unten aufgeführten Grafik des Robert-Koch-Instituts noch nicht verzeichnet, meldeten die Landesgesundheitsämter am Donnerstag einen ungewöhnlich hohen Anstieg von 14 Todesfällen – den höchsten Zuwachs seit Monaten.

    Es gibt verschiedene Theorien dazu, warum die Zahl der Toten zuletzt stagnierte, obwohl die Neuinfektionen wieder deutlich anstiegen – von unter 300 auf dem Tiefpunkt auf nun wieder knapp 1700.

    1. Das deutlich geringere Alter der Erkrankten. Lag das Durchschnittsalter im April noch jenseits der 50, rangiert es nun etwa bei Mitte 30.
    2. Zeitlicher Verzug: Menschen sterben für gewöhnlich nicht am Tag ihres positiven Tests, sondern häufig erst nach Tagen oder Wochen.
    3. Kritiker sagen, die Zahl der Infektionen steigt nur, weil mehr getestet wird. Folglich gibt es nicht mehr Tote, weil es auch gar nicht real mehr Fälle gibt. Doch stimmt das wirklich? Ein Faktencheck.

    Surftipp: Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online 

    Jetzt in den Urlaub? So ist die Corona-Lage in Europa

    Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) ist eine Agentur der Europäischen Union. Sie gibt jeden Tag ein Statistikupdate zur Corona-Lage in Europa. Zur aktuellen Urlaubszeit hat das ECDC nun eine neue Europakarte veröffentlicht, an der Sie sich ganz leicht orientieren können. Regionen mit dunkelorangener oder roter Einfärbung hatten in den vergangenen 14 Tagen auf 100.000 Einwohner gerechnet besonders viele Covid-19-Fälle.

    Auffälligkeiten unter beliebten Reiseländern :

    • Spanien wird derzeit als Risikogebiet eingestuft. Hier gibt es demzufolge auch eine Reisewarnung – außer für die Kanarischen Inseln.
    • Auch Teile Kroatiens – konkret die Regionen Šibenik-Knin und Split-Dalmatie – wurden nun zum Risikogebiet erklärt.
    • Einen besonders starken Anstieg der 14-Tage-Inzidenz gab es jüngst auf Malta. 107 Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen. Nur Spanien (138,7) hat einen noch höheren Wert in der EU.
    • Wie zu sehen ist, verzeichneten auch Teile Nordost-Frankreichs, Dänemarks und Schwedens zuletzt prozentual viele Corona-Fälle. Eine Warnung für diese Regionen gibt es allerdings (noch) nicht.

    Die Gute Nachricht – Kitas und Schulen aktuell keine Infektionsherde

    Dies schreibt das Robert-Koch-Institut in seinem Lagebericht vom Donnerstag. Kitas und Schulen gelten demnach derzeit nicht als besondere Verbreitungsgebiete von Covid-19. Allerdings gibt es natürlich dennoch bundesweit immer wieder Schulen oder Kinderbetreuungseinrichtungen, die vorübergehend wegen Corona-Fällen schließen müssen.

    Blick ins Ausland – heute: Panama

    • Einwohner: 4.180.000
    • Corona-Fälle: 83.754
    • Todesfälle: 1827
    • Zuletzt gemeldeter täglicher Zuwachs: 956

    Die Corona-Pandemie wütet mittlerweile weltweit –  und teilweise stärker denn je. Heute blicken wir auf den kleinen mittelamerikanischen Staat Panama. Seit Wochen gibt es hier vergleichsweise hohe Infektionszahlen. Panama hat mit 4,18 Millionen Einwohnern nur etwa 1/20 der Bevölkerung Deutschlands. Doch knapp 84.000 Corona-Fälle haben das Land bereits heimgesucht.

    Seit nunmehr zwei Monaten pendelt die Zahl der täglichen neuen positiven Corona-Tests etwa zwischen 900 und 1500. Zum Vergleich: Das ist, als hätte Deutschland täglich 20.000 neue Fälle. Ein Abwärtstrend ist nicht zu erkennen. Auch im angrenzenden Kolumbien (mehr als 500.000 Fälle) wütet Corona stark. Doch im Gegensatz zum ignoranten Umgang mit der Pandemie durch den kolumbianischen Regierungschef Duque hat Panama den Lockdown deutlich vorsichtiger und langsamer aufgehoben.

    Nun aber will Panama noch mehr Geschäften erlauben, wieder zu öffnen, trotz der gleichbleibend hohen Infiziertenzahlen. Gesundheitsminister Luis Sucre sagt dazu: “Wir fühlen uns bereit, die Pandemie zu bekämpfen – auch wenn die Nachfrage nach Gesundheitsversorgung dadurch noch weiter steigt.”

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    pnh


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